Phantoms
(by Ingo)
Sear Bliss stammen aus Ungarn und gelten dort nach Ihrem ersten und einzigsten Demo "The Pagan Winter" zu den populärsten Ihres Landes. Sear Bliss waren mir aber trotzdem kein Begriff - bisher jedenfalls. Denn nun gibt es ja "Phantoms", welches via II Moons, einem Sublabel von Mascot Records, das sich um die härtere musikalische Gangart spezialisieren wird und da wären wir auch endlich beim Thema: geboten wird von den sechs Ungarn atmosphärischer Black Metal, der ein wenig an alte langsame Bathory Stücke erinnert. Die Stärke von Sear Bliss liegt sicherlich in den langsamen, sehr melancholischen Stücken, die aber leider des öfteren durch etwas sinnlose Prügelparts jäh unterbrochen werden. Das ist eigentlich schon das Hauptmanko an dieser CD, denn ansonsten wird hier sehr schöne Musik gespielt, die mit vielen Akkustikparts teils sehr düster aber auch sehr melancholisch herüberkommt. Sear Bliss haben sogar ein Unikum auf dieser CD, sie benutzen nämlich neben Keyboards und Syntesizer auch eine Trompete (!) als musikalische Untermalung, die aber wirklich sehr passend mit eingegliedert wurde und sogar für einige Gänsehaut erzeugende Parts sorgt, hört Euch mal "Aeons of Desolation" oder "1100 Years Ago" an und Ihr wisst Bescheid. Leider nimmt die CD ein wenig am Ende ab, da sich Sear Bliss bei den letzen drei Songs auf's Abprügeln beschränken, was sich teils wie jede drittklassige Black Metal Band anhört. Für ein Debut Album ist diese CD aber schon überdurchschnittlich gut und wenn Sear Bliss noch weiter an sich arbeiten und vor allem die störenden Blastspeedparts weglassen, könnte aus Ihnen sogar etwas größeres werdeb, also Daumen hoch.
Back
|