Phantoms
(by marc)
Gute, innovative schwarzmetallische Musik ist kein Phantom sondern real existent. Sear Bliss sorgen höchstselbst dafür! Wenn Euronymous, dessen Tod sich dieser Tage zum dritten Mal jährt, noch leben würde, dann wäre diese Band nach Tormentor sehr wahrscheinlich sein zweites Signing aus Ungarn. Das soll jetzt aber nicht suggerieren, daß vorliegendes ungarisches Sextett genauso thrashy daherkommt. Absolut nicht! Hier wird düstere Atmosphäre auf eine ganz andere Art 'rübergebracht. Sogar Trompeten erklingen mit einem Klang, daß man alle Keyboards dieser Welt in die Tonne treten möchte. Zwar schwer vorzustellen, daß das exzellent klingen kann, aber es geht wirklich!!! Vergeßt Jericho and Stefan Mross, diese Mucke läßt alles verblassen. Wer jedoch nur auf Geknüppel steht, könnte enttäuscht sein, da Sear Bliss dieses Stilelement nur partiell einsetzen. Allerdings auch Doom-Fanatiker seien gewarnt, denn bei diesem Sound gerinnt keine Lava. Hin und wieder kann man zwar ein paar melancholisch-verträumte Passagen inhalieren, aber die dunkle krächzige Stimme sorgt letztendlich immer wieder für die notwendige Portion Boshaftigkeit. Für mich kommt diese Platte einem innovativen Genickschuß für all die Norwegen-Kopien gleich! Songs wie "1100 Years Ago" und "Beyond the Darkness" sind bereits jetzt unsterbliche Hymnen.
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