Interviews
Phantoms
The Pagan Winter
The Haunting
Souldive
Grand Destiny
Forsaken Symphony
Forsaken Symphony
(by JF, Legacy Magazine)

Auf dieses Album habe ich gewartet! Die Ungarn SEAR BLISS machen nun schon seit 1995 den schwarzmetallischen Untergrund unsicher und haben bis jetzt wohl noch jeden in ihren dunklen Bann gezogen. Ist schon der herrlich atmosphärische Black Metal der Band Erfolgsgarant genug, so ist der Exotenstatus, den sie als ungarische Band wohl besitzen, noch das I-Tüpfelchen. Das letztlich so herausragende an dieser Band ist aber der Einsatz von Blasinstrumenten wie Posaune und Tuba. Bereits das Demo der Ungarn, "The Pagan Winter", war diesbezüglich ein Wegweiser. Mit den Alben "Phantoms" und "The Hauting" festigte die Band ihren Ausnahmestatus, wurde allerdings durch einen Labelwechsel etwas zurückgeworfen, zumal das neue Label kurz nach Veröffentlichung des dritten Albums "Grand Destiny" auch noch pleite ging. Nachdem nun letzteres von Red Stream wiederveröffentlicht wurde und die Band mittlerweile auch wieder ihren alten Gitarristen am Start hat, kommt das neue Album "Forsaken Symphony" genau richtig, um der etwas eingeschlafenen und gelangweilten Black Metal Szene wieder Leben einzuhauchen. Oder einzublasen, müßte man in diesem Fall wohl eher sagen. Die sechs Musiker servieren hier einen echten Meilenstein! In über 60 Minuten Spielzeit zelebrieren SEAR BLISS erhabenen, atmosphärischen Black Metal. Besonderheiten an diesem Album sind der auffallend rohe Gitarrensound sowie das besondere Augenmerk für die Blasinstrumente. Erstmalig wurde auch eine Tuba verwendet, die sich genau wie die Posaune genial in den düsteren Sound einfügt. Für alle die, welche die Band noch gar nicht kennen, sei als grober Vergleich die erste Emperor genannt, die man sich nur eben mit Bläsern vorstellen muß. Es ist einfach genial! Kein langweiliges Riff, keine Aussetzer. Einfach die perfekte Umsetzung der Musik und des Konzeptes. Der Bass von András Nagy trägt gewaltig, das Schlagzeug treibt unentwegt, die Gitarren sägen ungemein roh und kalt, und ein gewaltiger Keyboardteppich sorgt für eine unheimlich dichte Atmosphäre. Als ob das nicht schon geil genug wäre, setzt Posaunist Zoltán Pál perfekte Akzente (auch wenn mir die Bläser manchmal zu leise sind). Hört euch nur mal den Titel 'The Forsaken' an. Die Tuba, die eine wummernde Basslinie auf ein mitreißend-geniales Gitarrenriff spielt, ist nicht mehr zu überbieten! Das ist Melancholie pur, das ist Emotion, das ist Atmosphäre! Natürlich wurde das Covermotiv wieder von Kris Verwimp gemalt, und natürlich sind auch wieder die Hexe und der Adler auf dem Cover zu erkennen. An dieser Scheibe stimmt eben alles. Für mich eines der wichtigsten Alben des Jahres. Schaut auf jeden Fall mal auf der Website der Band rein: www.searbliss.hu Es lohnt sich!

(and here the short review for the CD track:)

SEAR BLISS "Enthralling Mystery" von dem Album "FORSAKEN SYMPHONY" (Red Stream)

Die Hunnen kommen! Unglaublich, aber wahr: mit "Forsaken Symphony" haben die sechs Ungarn sich selbst übertroffen. Hier stimmt einfach alles: mitreißende, bewegende Riffs, druckvolle Produktion, ergreifende Atmosphäre. Und als Bonus noch diese erhabenen Posaunen! 'Enthralling Mystery' ist nicht der beste Song des Albums, jedoch der kürzeste und damit prägnanteste. Ohne jegliche Einleitung fährt die Band einfach das volle Programm und fängt sozusagen mitten im Riff an. Die Energie, die dabei frei wird, hält sich bis zum letzten Ton. Muß man nicht unweigerlich auf volle Lautstärke regeln, die Faust in die Luft reißen und einfach nur ausrasten?! Die Steigerung zum Schluß hin ist zwar fast schon Emperor-typisch, erfüllt jedoch ihren Zweck. Pure Energie! Auf diesem Album befindet sich kein einziger Aussetzer. Mein persönlicher Favorit, 'The Forsaken', hätte ebenso gut auf dieser Compilation stehen können wie das geniale 'My Journey To The Stars'. Für mich ist "Forsaken Symphony" eines der wichtigsten Alben des Jahres!

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